Kategorie: Hatzidakis
Das Weingut Hatzidakis wurde im Jahr 1997 von Haridimos Hatzidakis und Konstantina Chrisou gegründet. Es liegt im Ort Pirgos Kallistis auf der Insel Santorin im ägäischen Meer.

Haridimos, geboren auf Kreta, hatte 1991 nach seinem Önologie-Studium bei der Weinkellerei J. Boutaris und Söhne angeheuert, wo er bald darauf Chefönologe für das Santoriner Weingut wurde. Dort lernte er seine spätere Ehefrau Konstantina kennen, die in der Kommunikationsabteilung arbeitete.
Im Jahr 1996 begann das inzwischen verheiratete Paar, sich um die Weinberge von Konstantinas Familie zu kümmern, die nach dem großen Erdbeben von 1956 und der darauf folgenden Auswanderungswelle vieler Familien verwilderten. Ein kleiner Weinberg von 0,5 ha wurde mit der Rebsorte Aidani bepflanzt und biologisch bewirtschaftet. 1999 erfolgte die erste Abfüllung in einer kleinen „Kanava“. Es waren der 1998er Santorini und der 1997er Mavrotragano Jahrgang. Kanava nennen die Einheimischen übrigens kleine Höhlen, die im Tuffstein geschlagen werden und als Weinkeller benutzt werden. Vor dem großen Erdbeben hatte fast jede Familie auf Santorin ihre eigene Kanava, dort lagerten sie ihren Wein.
Mit einfachen technischen Mitteln, aber mit großer Hingabe, Enthusiasmus und harter Arbeit wurden die Hatzidakis-Weine qualitativ immer besser. Heute zählt das Weingut zu den führenden Weingütern Griechenlands. Gegenwärtig werden zehn Hektar Weinberge mit den weißen Rebsorten Assyrtiko, Aidani und den roten Mavrotragano und Voudomato zum größten Teil biologisch bewirtschaftet. Zusätzlich werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft.

Das Besondere am Santoriner Weinbau sind die autochthonen Rebsorten, das einzigartige Ökosystem der Insel mit den Vulkanböden, den starken Winden, den spärlichen Regenfällen, dem heißen und trockenen Sommer und der weltweit einmaligen Reberziehung „Kouloura“. Erwähnenswert ist auch, dass sämtliche Weinstöcke auf der Insel wurzelecht sind, denn die Insel wurde nie von der Reblaus befallen! Die Weinstöcke werden in einer Art Korb oder Vogelnest geflochten, um die Trauben vor den starken Sandwinden und der Hitze des Sommers zu schützen. Die Trauben wachsen nach innen und werden durch das üppige Blattwerk geschützt. Auch wenn es im Sommer kaum regnet, erleiden die Rebstöcke keinen Trockenstress, denn der morgendliche Tau wird vom porösen Vulkan- und Tuffgestein aufgenommen und an die Wurzeln der Rebstöcke weitergegeben. Dieses einzigartige Ökosystem hat sich seit Jahrhunderten bewährt.