Familie Thimiopoulos betreibt bereits in der dritten Generation Weinbau, auch wenn das Weingut selbst noch sehr jung ist. Es liegt im Ort Trilofos im Anbaugebiet Naussa in Nordgriechenland.

Erst nachdem Sohn Apostolos 2003 sein Önologie-Studium in Athen abschloss und in den elterlichen Betrieb einstieg, wurden die Trauben aus den eigenen Weinbergen nicht mehr an andere Weingüter verkauft, sondern vinifiziert und abgefüllt. Die erste eigene Abfüllung war der Jahrgang 2004, der im Jahr 2005 auf den Markt gebracht wurde.
Mit seinen Ideen und seinem Können hat Apostolos frischen Wind in den elterlichen Betrieb gebracht und auch das altehrwürdige Anbaugebiet Naoussa hat mit ihm eine weitere Winzerpersönlichkeit hinzugewonnen. Mit seinem eigenen Stil hat sich Apostolos nach nur wenigen Jahren nicht nur in Griechenland einen Namen gemacht. Auch im Ausland wird sein Stil geschätzt und die Weine sind so gefragt, dass etwa 95% der Produktion in den Export geht.
Die Hauptrebsorte des Anbaugebiets ist die Xinomavro, eine launische Diva, die nicht jeder Winzer zügeln kann. Sind die Xinomavro-Weine der meisten Winzer der Region sehr tanninhaltig und kaum genießbar in den ersten Jahren nach der Abfüllung, so hat es Apostolos geschafft, den Weinen eine Leichtigkeit, Eleganz und Frische zu geben. Seine Weine sind bereits nach 2-3 Jahren gut zu genießen. Sie besitzen auch eine enorme Tiefe und Langlebigkeit und entwickeln sich weiter in der Flasche. Wer einen „Erde und Himmel“ 10-12 Jahr im Keller liegen läßt, wird mit einem Genußerlebnis belohnt, das in dieser Qualität in anderen Anbaugebieten ein vielfaches kostet!
Ich habe im August 2013 seinen 2006er „Ghi kai Ouranos (Erde und Himmel)“ probiert, der 40 Tage auf der Maische gestanden hatte, und war überrascht ob der Frische, Saftigkeit und der Aromenvielfalt. Sie lassen erahnen, dass der Wein sich noch gut weiter entwickeln wird.
Durch sein Wissen und seine akribische Arbeit werden die Trauben im optimalen Zeitpunkt gelesen, was den Weinen reife Tannine und weniger Säure verleiht. Dazu kommt der besonnene Einsatz von Eichenfässern, die den primären Aromen der Xinomavro mehr Raum zur Entfaltung lassen. Nur 20% der 225, 300 und 500 Liter fassenden Eichenfässer sind neu.
Die Weinberge der Familie liegen in den Toplagen der Orte Trilofos und Fitia im südöstlichen Rand des Anabaugebietes in einer Höhe von 180-470 m. Das Weingut Thimiopoulos füllt mittlerweile mehrere Rotweine und einen Rosé ab, alle auf Basis von Xinomavro gekeltert.
Für den „Ghi kai Ouranos“ („Erde und Himmel“) werden Trauben aus den älteren Weinbergen (35-60 Jahre) verwendet. Die Trauben der jüngeren Weinberge werden für den roten im Stahltank ausgebauten „Young Vines“, den "Naoussa Alta" und den „Rosé de Xinomavro“ genommen.
In guten Jahren wird auch der Xinomavro Nature abgefüllt. Abwechselnd werden die Trauben von kleinen Parzellen als Naturwein abgefüllt: Spontangärung, keine Schönung, keine Filtration und minimaler Schwefelzusatz bei der Abfüllung.
Mit dem Jahrgang 2015 brachte er auch den Wein „Rapsani Terra Petra“ auf den Markt. Rapsani am Fuße des Berg Olymp ist eine der wenig beachteten Anbaugebieten Griechenlands, nur ein paar Weingüter sind dort aktiv.
Mit dem Jahrgang 2016 hat Apostolos angefangen auch Einzellagen abzufülen. Die Weine mit den Namen "Kayafas", "Aftorizo" und "Vrana Petra" haben die Xinomavro auf neues Level gehievt. Es sind Einzelmeisterwerke, die wunderbar reifen und erst nach 10 und mehr Jahren ihre optimale Trinkreife erreichen sollen.
Seit 2020 wird auch die weiße Cuvée Blanc de Coteaux Cuvée Amphora abgefüllt. Eine Cuvée aus den Rebsorten Malagosia (50%), Assyrtiko (25%), Vidiano (20%) und Aidani (5%), die eindrucksvoll bestätigt, dass alles, was Apostolos anfasst, vom Erfolg gekrönnt wird.
